Eine Troglösung auch für Dorfen! Was wir bis zum 1. September noch tun können ...

  1. Wer für die Delegation bestimmt wurde (**) und sich noch nicht zu den "besten Fachleuten" (*) zählt, kann sich z.B. bei der BI Bahnausbau noch qualifizieren lassen. Jede(r) Teilnehmer(in) sollte die Argumente, warum die Troglösung die beste für alle Beteiligten ist, auch selbst vortragen könnte, wenn sie/er gefragt würde. Wem dabei auffällt, dass ihm eigentlich die bestehende Planung der Bahn lieber ist, könnte an dieser Stelle schon die Hand heben. Der Bahn wurden durch das Gesetz zur Vorbereitung der Schaffung von Baurecht im Verkehrsbereich (Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz - MgvG) seit Inkraftsetzung am 1.4.2020 (kein Aprilscherz...) die Signale für den Bau ja schon auf grün gestellt.
  2. Nach ÜWG-Informationen wurde uns schon vor zwei Jahren auferlegt, die Grundstücksverfügbarkeit auf der für die Troglösung durch den Stadtrat freigehaltenen Trasse zu prüfen bzw. sicherzustellen, da dies - neben vielem anderen - einen Sargnagel für den Bauzeitenplan des Gesamttrasse darstellen könnte. Der ÜWG-Vertreter, Walter Zwirglmaier, hat in der letzten Fraktionssitzung schon für die Delegation einen wichtigen Teil dieser Hausaufgabe erledigt. Eine Zusage, dass wir in Dorfen dies hinbringen, muß aber schon formal aus dem Munde des Bürgermeisters kommen und darf nicht in bei der ersten Nachfrage bei einem der Eigentümer, wie bei fast allen früheren Vorhaben in Dorfen, konterkariert werden.
  3. Ob es gut ist, mit dem Verkehrsplaner Martin Vieregg persönlich zum Minister zu gehen, sollte angesichts von dessen Interessenkonflikten aus anderen Planungsvorhaben seines Büro nochmals geprüft werden. Ein professioneller Sachvortrag eines/r Mitarbeiter(in)s seines Büros zur Unterstützung der bis dahin geballten Kompetenz der Ratsvertreter könnte besser sein. Im Erfolgsfall geht es nach dem Ministeriumstermin mit der Bahn in eine gemeinsame Planung. Die Ablehnungsgründe der Bahn für Vorschläge aus Dorfen stehen ja schon seit Jahren auf der ABS38-Homepage. Die von der BI neu erarbeitete Troglösung ist dabei ignoriert, während dem Bahnübergang in Weidenbach ein eigene "Projektseite", sondern auf ein kurzfristiger Ministertermin im Verkehrsministerium gewährt wurde. Es steht zu befürchten, dass die Lektionen aus der Fundamentalopposition gegen die A94 einerseits und alles, was aus Dorfen kommt, anderseits, weder Planer noch Dorfener gelernt haben.

Quellen für die Kommentar: Im Dorfener Anzeiger vom 06.07.2020, Seite 27 steht: Dorfen – Am 1. September wird’s ernst: Dann soll eine Dorfener Delegation nach Berlin reisen, um dort im Bundesverkehrsministerium die Alternativplanung für den Bahnausbau im Stadtbereich vorzustellen. „Der erste Termin Ende März wurde ja von der Corona-Pandemie vereitelt“, sagte Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) im Stadtrat. „Mit einem Fragezeichen ist die Fahrt aber noch versehen“, berichtete er. Kurz nach der Terminvereinbarung sei eine Mitteilung aus dem Ministerium gekommen, „dass es immer noch nicht ganz gewiss ist, ob im September bereits Gäste ins Haus dürfen“.

(**) Der Stadtrat beschloss einstimmig, wer diese Gäste sein sollen. Dabei sind Grundner und seine beiden Stellvertreter Ludwig Rudolf (CSU) und Sven Krage (ÜWG), Bauamtsleiter Franz Wandinger, Stadtplanerin Martina Schneider und natürlich Verkehrsplaner Martin Vieregg, der im Auftrag der Stadt das Konzept für die Tieferlegung der Bahntrasse erarbeitet hat. Als Vertreter der Stadtratsfraktionen wurden Barbara Lanzinger (CSU), Walter Zwirglmaier (ÜWG), Michaela Meister (SPD), Günther Drobilitsch (Landlisten) und Gerald Forstmaier (GAL) benannt.

Neben Stadtführung und Stadträten sind auch Georg Brandhuber und Ernst Rausch von der Bürgerinitiative Bahnausbau dabei. Unser innerörtliches Kommunikationsproblem zwischen BI und Stadtführung erscheint demnach auch im Ministerium.

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(*) Bürgermeisterkandidat Sven Krage im Intelligenzblatt 11.3.2020: "Im großen Bahnausbau muss der Dorfener Bauabschnitt tiefergelegt sein! Deshalb mein Appell: Schickt Ende März ein sich im Ziel einiges Team (zwingend notwendige Repräsentanten + beste Fachleuten aus Stadtrat und BI) nach Berlin."

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"Die Bahn"(Quelle: bekannt): "Wir könnten jetzt mit dem Bauen anfangen, wenn ihr in Dorfen nicht wieder herummachen würdet. Mit fast allen Gemeinden an der Trasse konnten wir über unsere Planungen sprechen. Nur mit Dorfen geht das nicht, weil ihr immer noch nicht wißt, was ihr wollt".

 

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