Der Dorfener Stadtrat soll am 3.6. entscheiden, wie lange das Plantschbecken daheim als einzige Bademöglichkeit in Dorfen herhalten muss.  

Um entscheiden zu können besteht Informationsbedarf insbesondere darüber, warum anders als in Taufkirchen, die bereits eingeleiteten Reinigungsmaßnahmen gestoppt und erst diese Woche wieder angestoßen wurden. Wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen zu erfahren war, liegt das Defizit einer normalen Badesaison in der Größenordnung von  ¼ Mio. €. Bei einer coronabedingten Schließung könnte sich die Stadt davon das meiste sparen. Die überraschende Verkündung des Ministerpräsidenten am 22.5., dass Schwimmbäder ab 8.6. geöffnet werden können, läßt die damaligen Entscheider natürlich erst einmal schlecht aussehen: Nicht nur, daß die Dorfener 2 Wochen länger als die Taufkirchner nur die Entscheidung zwischen Plantschbecken oder Waldbad haben: Die entgangenen Einnahmen, weil die Stammkundschaft der Dauerkartenkäufer verlorengeht, steigern das Defizit erst noch mal.

Andererseits: Wenn das noch immer nicht vorliegende Schwarzpapier des Innenministeriums Hygienevorschriften mit einer Besucherobergrenze auferlegt, dass alle Dauerkartenbesitzer nur bei Regenwetter sicher in Schwimmbad eingelassen werden können, läge der schwarze Peter bei denen, die der frohen Botschaft des Ministerpräsidenten zu schnell gefolgt sind.

Mehr Spannung läge jedoch auf der Stadtratsentscheidung, wenn jetzt Corona das “Wiederanschieben liegengebliebener Themen” (ÜWG-Wahlprogramm) erfordern würde und das den Stadträten zu viel Geld oder soviel Zeit kostet, dass die verbleibende Restbadesaison für eine Öffnung in diesem Jahr zu kurz wäre. Die ÜWG-Stadtratsfraktion hat sich gegen eine Veröffentlichung des Recherchepapieres auf der Homepages entschieden.  

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