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Kommentar zum Wechsel des Bürgermeisterkandidaten zur CSU |
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Die ÜWG-Dorfen hat lange Zeit gebraucht, um sich von dem Nach-Wahl-Schock zu erholen, den der Übertritt des ehemaligen Bürgermeister-Kandidaten zur CSU ausgelöst hatte. Neben den persönlichen Enttäuschungen wurde viel über die Gründe – vor allem zu diesem Zeitpunkt – spekuliert und diskutiert, da sich alle Rechtfertigungen des Überläufers als gegenstandslos erwiesen. Nach seiner Ernennung zum Schulleiter an der Wörther Orterer Schule sind wohl jedem die wahren Gründe klar geworden. Kaum war der Beitritt zur staatstragenden Partei in Bayern vollzogen, war auch schon ein „Pöstchen“ an ihn zu vergeben, das noch ein Jahr zuvor an der HS-Dorfen anderwertig besetzt worden war. Wenn „allein die hohe fachliche Qualifizierung des neuen Schulleiters“ ausschlaggebend sein soll, warum musste Schulamtsdirektor Mittermaier bei der Einweisung ausdrücklich darauf hinweisen? Bei dem „Auswahlverfahren durch die Reg. v. Obb.“ dürfte der Übertritt zur CSU zum richtigen Zeitpunkt sicher hilfreich gewesen sein, wobei die fachliche Qualifizierung von Außenstehenden nicht beurteilt werden kann!
Ich erinnere mich noch genau an die Ablehnung des damaligen Geschäftsführers der Freien Wähler, M. Oberhofer, als er mir den Austritt des FW-Mitgliedes Hans Wiesmaier vorlegte. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Herr Wiesmaier noch lange vor dem Wahlkampf seine Position offengelegt hatte und jeder Wähler wusste, wem und welcher Partei er seine Stimmen gab. Der neue Schulleiter hat aber als BM-Kandidat der ÜWG und Listenführer der Überparteilichen seine Stimmen erhalten. Alleine die Vorstellung, dass meine drei Stimmen heute bei der CSU gelandet sind, bereitet nicht nur mir Ärger.
Wenn auch die Übertritte von Oberhofer und Wiesmaier zur CSU schnellen Erfolg gebracht haben, so wird der Schreiber dieser Zeilen die Grundidee der Überparteilichen Kommunalpolitik nicht verraten.
Urteilen Sie selber aus einigen Leserbriefen, die im Dorfener Anzeiger veröffentlicht wurden.
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